Sehr geehrte Damen und Herren,
  
der Deutsche Wundkongress in Bremen hat sich als wichtiges Informations- und Diskussionsforum seit 5 Jahren etabliert. 3.400 Teilnehmer im Jahr 2010 haben das große Angebot an interessanten und aktuellen wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnissen und Erfahrungen zu Themen rund um Wunde und erforderliche Versorgungsstrukturen genutzt, um die komplexen Aufgaben im beruflichen Alltag zu bewältigen. Erstmals wurde auch der Deutsche Wundpreis verliehen.

2011 können Sie wieder ein umfangreiches Programm erwarten. Die Schwerpunktthemen „Wunden und Demenz“,  „Wunden und Adipositas“, „Diagnostik“, „Update Therapiestrategien“ sowie „Grenzübergreifendes Agieren“  sprechen alle Berufsgruppen an.
 
Demenzkranke haben keine Chance auf Erkennung komplexer Zusammenhänge und führen die Behandler an Grenzen der Beratungsmöglichkeit. Durch Fehlernährung und hohes Gewicht wird die Wundheilung beeinträchtigt und der Verbandwechsel zur Herausforderung. Die Diagnostik der Ursache der Wunde erfolgt leider nach wie vor nicht konsequent. Eine Wundbehandlung ohne Ursachenbehandlung hat wenig Erfolg. Adäquate Therapieansätze und neue Verfahren sind fester Bestandteil des Kongressprogramms. Grenzübergreifendes Agieren gilt sowohl für Netzwerke berufsübergreifend als auch für die Überschreitung der Ländergrenzen. So freuen wir uns sehr, dass wieder Experten aus Österreich und Schweiz das Programm bereichern und Einblicke in die jeweiligen Strukturen und Prozesse ermöglichen. Grenzübergreifendes Agieren zeigt jedoch auch die Kultur eines interprofessionellen Miteinanders in den unterschiedlichen Berufsgruppen. Ziel unserer kommenden Tagung ist es daher auch, den Blick auf die gesundheitspolitische Entwicklung neuer Berufsfelder und Verantwortungsbereiche zu richten. Es gilt, aus dem ärztlichen, pflegerischen und auch berufspolitischen Blickwinkel die Positionen über diese Entwicklung auszutauschen und im Sinne unserer Patienten weiterzuentwickeln!
 
Der Kongress bietet wieder die Möglichkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse praxisnah von namhaften Referenten vermittelt zu bekommen und Erfahrungen auszutauschen. Die umfangreiche Industrieausstellung ermöglicht zudem, sich einen guten Überblick über aktuelle Produktentwicklungen zu verschaffen und interessante Fachgespräche zu führen. Wir wünschen allen Teilnehmern inhaltsreiche Kongresstage.
 
 
Herzlichst, Ihre
 
Prof. Dr. med. Matthias Augustin
(Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) 
Angela Dick
(Klinikum Links der Weser gGmbH)
 
Prof. Dr. med. E. Sebastian Debus  
(Universitäres Herzzentrum Hamburg GmbH) 
Veronika Gerber
(Initiative Chronische Wunden e.V.)