Ausgesuchte Vorträge

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

von Mittwoch bis Freitag, 10. bis 12. Mai 2017, versammeln sich beim Bremer Pflege- und Deutschen Wundkongress (DeWu) rund 5.000 Ärzte, Pflegende, Forscher und Vertreter der Gesundheitswirtschaft zu Austausch, Networking und Fortbildung in der Messe Bremen. Wir haben uns vorab im dreitägigen Programm umgeschaut und einige Vorträge zu-sammengestellt, die Sie vielleicht für eine Berichterstattung interessieren.

Bremer Pflegekongress:


  • Kinder-, Kranken- und Altenpflegerinnen und -pfleger sollen künftig gemeinsam ausgebildet werden. Doch noch hat die Koalition keine gemeinsame Linie für die Reform der Pflegeberufe gefunden. Über die Vor- und Nachteile der Generalistik geht es in einer Podiumsdiskussion beim Bremer Pflegekongress. So erzählt unter anderem Sabine Muths, Universität Bremen, warum sie das bundesweite Modellprojekt nicht nur vernünftig, sondern für notwendig hält (Mittwoch, 12.15 bis 13.15 Uhr, Saal Focke-Wulf).

  • Statisch betrachtet werden 70 Prozent aller pflegebedürftigen Menschen daheim versorgt, bei zwei Dritteln übernehmen ihre Angehörigen die Pflege. Unterstützung bieten ambulante Pflegedienste. Welche Angebote in Frage kommen, darüber können sich Betroffene in Beratungsgesprächen informieren. Doch wie lässt sich die Qualität von Pflegeberatung und ambulanten Diensten bewerten? Antworten soll der neue „Qualitätsrahmen“ des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) lie-fern, der am Donnerstag präsentiert wird (15.00 bis 16.30 Uhr, Gruppenraum 4).

  • Ein wesentlicher Schlüssel für menschenwürdige Pflege ist die verbale und nonverbale Kommunikation zwischen allen Akteuren im Pflegebereich. Doch was ist, wenn die Faktoren Personal und Zeit in Kalkulation und Finanzierung zu knapp bemessen und nicht ausreichend vorgesehen sind? Haben Politik und Pflegeanbieter etwa die Bedeutung von Kommunikation in der Pflege bislang unterschätzt? Antworten darauf soll die Podiumsdiskussion „Welchen (Stellen-) Wert hat Kommunikation (noch) in der Pflege?“ geben (Freitag, 11.00 bis 13.00 Uhr, Raum 4 A).

Deutscher Wundkongress:

  • Ob Pflegenotstand oder Änderungen bei den Kassenleistungen – Pflege und Wun-den sind wichtige Themen im Wahlkampf. Beim „Talk zur Wahl“ diskutieren Bremer Spitzenkandidaten für den Bundestag mit Vertretern der Gesundheitsbranche – organisiert von Deutschem Wundrat und der Initiative Chronische Wunden e.V. (Donnerstag, 11.30 bis 13.00 Uhr, Saal Borgward).

  • Hautmetastasen können bei weit fortgeschrittenem Brustkrebs sehr schmerzhaft sein. Ein etabliertes, aber selten angewendetes Verfahren ist die Elektrochemotherapie, die Privatdozent Dr. Markus Zutt erstmals in einer Sitzung beim DeWu vorstellt. Dabei handelt es sich um eine einmalige Chemotherapie, zu deren Unterstützung Elektroden in die Hautwunden eingeführt werden (Donnerstag, 16.30 bis 17.30 Uhr, Salon Danzig).

  • „Raritäten“ ist eines von fünf Schwerpunktthemen des 11. DeWu. Eine Sitzung hier lautet „Wundraritäten bei jungen Menschen“, in der seltene Wunden im Kindes- und Jugendalter und deren besondere Therapien vorgestellt werden. Unter anderem wird der Fall eines achtjährigen Jungen besprochen, der seit einer Knochenmarktransplantation an der Graft-versus-Host-Erkrankung (GvHD) leidet und dem infolgedessen die Haut an Händen und Füßen aufgeplatzt ist (Donnerstag, 14.30 bis 16.30 Uhr, Raum 4 B).

  • Einfache, chronische und seltene Wunden, extreme Bedingungen, fehlendes Equipment, psychische Belastung – in der Sitzung „Wunden im Einsatz“ berichten Referenten, darunter ein Arzt von der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“, von ihren Erfahrungen in Kriegs- und Katastrophengebieten und des dortigen Wundmanagements (Freitag, 11.00 bis 12.30 Uhr, Salon London).

  • Dass die Ziele zwischen Behandler und Patient nicht immer deckungsgleich sein müssen, weiß Veronika Gerber, Initiative Chronische Wunden e.V. Die Folge: „Fehlende Therapieakzeptanz“, sagt Gerber. Welche unterschiedliche Sichtweisen und Lösungsansätze es zu diesem Thema gibt, zeigt das Schwerpunktthema „Mein Ziel – dein Ziel“ (Saal, 15.30 bis 16.30 Uhr, Vortragsraum Kaisen).

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Wir wünschen Ihnen eine spannende Veranstaltung mit guten Gesprächspartnern!

Kristin Viezens



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